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Einreise für Ausländer nach Festlandchina gelockert

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16.10.2020 | Autor: Christoph Schmitt
Lesezeit: 3 Minuten

Die Reisebeschränkung nach China ist ein nun ständig gefragtes Thema für ausländische Investoren. Bei vielen Angelegenheiten, die einer persönlichen Präsenz von ausländischen Investoren bedarf, stellt sich die Frage, ob momentan eine Einreise überhaupt möglich ist und wie sich die aktuelle Visumpolitik für Ausländer darstellt.

 

Das Außenministerium der VR China hat am 23. September 2020 durch ihre Bekanntmachung über die Einreise für Ausländer mit gültigen Aufenthaltsgenehmigungen in drei Kategorien, die bis dahin gültige Einreisesperre, gelockert.

 

Nachfolgend finden Sie die neuesten Informationen zu den Einreisebestimmungen für Ausländer:

 

  • Ab dem 28. September 2020 dürfen Ausländer mit gültiger chinesischer Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit, für persönliche Angelegenheiten oder zur Familienzusammenführung ohne Beantragung eines neuen Visums nach China einreisen.

 

  • Wenn die oben genannten Aufenthaltsgenehmigungen ausländischer Staatsangehöriger nach dem 28. März 2020 abgelaufen sind, können die Inhaber bei der zuständigen chinesischen Auslandsvertretung ein Visum derselben Kategorie mit demselben Besuchszweck auf Wiedereinreise beantragen. Bei Beantragung dieses Visums ist die Vorlage der abgelaufenen Aufenthaltsgenehmigung erforderlich.

 

  • Diese Regelung gilt nicht für Inhaber gültiger Visa. Die müssen nun mehr ein neues Visum beantragen. Neue Visa für sonstige, individuelle Einreisen nach China werden weiterhin nur für einen bestimmten, eingeschränkten Personenkreis erteilt (u.a. ausländische Staatsangehörige, die nach China einreisen zur Durchführung „notwendiger wirtschaftlicher, technologischer und sonstiger Vorhaben“). Zur Durchführung des Visumsverfahrens in diesem Fall ist eine sog. „PU-Einladung“ bei den zuständigen chinesischen Lokalbehörden einzuholen, um die Notwendigkeit nachzuweisen. 

 

  • Seit dem 1. September 2020 muss vor Einreise nach China ein negativer Nukleinsäuretest vorgelegt werden, der nicht älter als drei Tage ist. Ausländische Reisenden müssen zudem ein für nicht-chinesische Staatsangehörige auf dieser Grundlage von einer chinesischen Auslandsvertretung ausgestelltes Gesundheitszertifikat vorweisen.

 

  • Alle aus dem Ausland einreisenden Personen werden, unabhängig von ihrer Nationalität, an dem Erstankunftsort auf COVID-19 getestet und einer mindestens 14-tägigen Quarantäne in zentralen Einrichtungen unterworfen. Die Provinz des innerchinesischen Zielorts kann davon abweichende Regelungen vorsehen, wie z.B. zusätzliche Quarantänezeiten im Anschluss an den o.g. Zeitraum oder die Möglichkeit einer Heimquarantäne.

 

Wir empfehlen den Investoren, die geschäftsbedingt nach Festlandchina einreisen müssen, die Aktualisierungen von dem deutschen Auswärtigen Amt zum Thema „China: Reise- und Sicherheitshinweise“ und dem örtlich zuständigen Generalkonsulat der VR China im Auge zu behalten.

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Christoph Schmitt

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