Die Geschäftsbeziehungen zwischen dem arabischen Raum und Deutschland sind so intensiv wie nie zuvor. Deutsche Unternehmen genießen weltweit einen hervorragenden Ruf für Technologie, Zuverlässigkeit und langfristige Partnerschaft. Viele arabische Firmen möchten genau davon profitieren.
Doch erfolgreiche Verträge entstehen nicht durch Technik allein. Entscheidend ist, die rechtlichen Besonderheiten der deutschen und europäischen Geschäftsordnung zu kennen. Nur so lassen sich Risiken vermeiden, Kosten sparen und Partnerschaften stärken.
Dieser Artikel zeigt Ihnen die wichtigsten Punkte, die arabische Unternehmen beachten sollten – kompakt, klar und direkt an der Praxis orientiert.
Wenn Sie mit einem deutschen Partner zusammenarbeiten, ist die Wahl des anwendbaren Rechts ein zentraler Baustein für stabile Geschäftsbeziehungen.
Deutsche Gerichte erkennen eine Rechtswahl fast immer an, auch wenn der Vertragspartner aus dem arabischen Raum kommt. Entscheidungen wie jene des LG Landshut (Az. 73 O 3793/19) und des OLG München (Az. 20 U 820/20) bestätigen das.
Ihr Vorteil.
Sie können bereits beim Vertragsabschluss festlegen, welches Recht später gilt, ob deutsches, englisches oder auch das Recht Ihres eigenen Landes.
Aber: Viele arabische Staaten akzeptieren eine ausländische Rechtswahl nur eingeschränkt. Das kann im Streitfall zu widersprüchlichen Entscheidungen führen. Deshalb ist es für arabische Unternehmen besonders wichtig, die Rechtswahl sauber zu gestalten und mit geeigneten Streitlösungsmechanismen zu kombinieren.
In Deutschland sind vertragliche Gerichtsstandsvereinbarungen üblich. In vielen arabischen Staaten jedoch sind nationale Gerichte automatisch zuständig, wenn eine lokale Partei beteiligt ist.
Das Problem:
Für arabische Unternehmen bedeutet das schlicht: Ein Sieg vor einem deutschen Gericht bringt häufig keinen wirtschaftlichen Nutzen. Die Forderung bleibt ohne Wirkung.
Die bessere Lösung:
ein internationales Schiedsverfahren z. B. über ICC, DIAC oder UNCITRAL.
Schiedsverfahren haben im internationalen Handel einen einzigartigen Vorteil: Sie werden weltweit anerkannt und sind oft schneller und diskreter als staatliche Gerichte.
Für arabische Unternehmen sind sie besonders attraktiv, weil:
Kurz gesagt:
Ein sauber formuliertes Schiedsverfahren macht Verträge mit deutschen Partnern planbar und durchsetzbar.
Deutsche Firmen arbeiten häufig mit sehr detaillierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Für arabische Unternehmer wirken diese oft überladen. Doch sie haben rechtlich enorme Bedeutung.
Worauf Sie achten müssen:
Häufig stellen arabische Unternehmen fest, dass deutsche AGB Verpflichtungen enthalten, die lokal so nicht üblich sind. Hier lohnt sich eine genaue Prüfung, denn was einmal wirksam vereinbart wurde, gilt später vor Gericht.
In einigen arabischen Staaten beeinflussen schariakonforme Regeln Teile des Wirtschaftslebens. Besonders relevant ist das bei:
Deutsche Unternehmen sind an diese Besonderheiten nicht immer gewöhnt. Eine frühzeitige Abstimmung sorgt dafür, dass der Vertrag sowohl mit deutschem als auch mit lokalem Recht harmoniert.
Während Verträge in Deutschland meist formfrei geschlossen werden können, sind im arabischen Raum oft folgende Schritte erforderlich:
Wer diese Anforderungen nicht kennt, riskiert, dass der Vertrag im eigenen Land nicht beweisbar oder nicht durchsetzbar ist. Für arabische Unternehmen ist es daher sinnvoll, bereits im Verhandlungsprozess auf beidseitige Formklarheit zu achten.
Viele Verträge werden auf Englisch verfasst. Doch in vielen arabischen Staaten ist Arabisch die einzig verbindliche Gerichtssprache.
Das bedeutet:
Fehler in der Übersetzung führen im Streitfall oft zu einem völlig anderen Ergebnis, als die Parteien ursprünglich wollten.
Arabische Unternehmen, die mit deutschen Partnern zusammenarbeiten, können enorme wirtschaftliche Chancen nutzen, wenn die Verträge professionell gestaltet werden.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren dabei sind:
So wird aus einem Risiko ein Wettbewerbsvorteil und aus einem Vertrag eine erfolgreiche, langfristige Geschäftsbeziehung
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